Glaube und Tradition

Traditioneller Felderbittgang - Gläubige ziehen betend durch die Fluren Aunkirchens

Vilshofen Pfarrverband am 13.05.2026

Felderbittgang Aunkirchen 2026 Info Icon Foto: Birgit Kampschulte
Der Zug der Gläubigen zwischen der Vils und den Aunkirchener Feldern

Aunkirchen. Beim traditionellen Felderbittgang der Pfarrei Aunkirchen machten sich zahlreiche Gläubige in der Bittwoche vor Christi Himmelfahrt gemeinsam auf den Weg durch die Fluren rund um Schönerting. Treffpunkt war heuer die Mattenhamer Brücke; von dort aus führte der Bittgang entlang von Feldern und Wiesen bis zur Kirche nach Schönerting, wo anschließend ein Schaueramt gefeiert wurde. - von Birgit Kampschulte

Die Bitt­gän­ge haben in der katho­li­schen Kir­che eine jahr­hun­der­te­al­te Tra­di­ti­on. In den drei Tagen vor Chris­ti Him­mel­fahrt bit­tet die Kir­che bei den soge­nann­ten Bitt­ta­gen um Got­tes Segen für die Fel­der, um eine gute Ern­te sowie um Schutz vor Unwet­tern und Natur­ka­ta­stro­phen. Ihren Ursprung haben die­se Pro­zes­sio­nen bereits im 5. Jahr­hun­dert. Bis heu­te sind sie beson­ders in länd­lich gepräg­ten Regio­nen leben­di­ger Aus­druck des Glau­bens und der Ver­bun­den­heit mit der Schöpfung. 

Jedes Jahr wird in der Pfar­rei eine ande­re Weg­stre­cke gewählt. Heu­er führ­te der Bitt­gang von der Mat­ten­ha­mer Brü­cke nach Schö­ner­ting. Stadt­pfar­rer Peter Kie­weg führ­te die Beten­den mit der Mons­tranz an. Als Vor­be­ter wirk­te erneut Hans Egl­se­der mit, der die­se Auf­ga­be bereits seit vie­len Jahr­zehn­ten mit gro­ßer Rou­ti­ne und Ver­läss­lich­keit über­nimmt. Das Kreuz trug Kor­bi­ni­an Hal­ser. Wäh­rend des gemein­sa­men Weges wur­den meh­re­re Gesät­ze des Rosen­kran­zes gebetet.

Felderbittgang Aunkirchen 2026-2 Info Icon Birgit Halser

Der Got­tes­dienst in Schö­ner­ting begann mit dem gemein­sa­men Gebet zum Wet­ter­se­gen. Die­ser beson­de­re Segens­brauch ist eben­falls tief in der katho­li­schen Tra­di­ti­on ver­wur­zelt. Dabei bit­ten die Gläu­bi­gen um gedeih­li­ches Wet­ter, um Schutz vor Hagel, Sturm und ande­ren Schä­den sowie um den Segen Got­tes für die Früch­te der Erde und die Arbeit der Men­schen. Gera­de in einer Zeit, in der Wet­ter­ex­tre­me und Sor­gen um die Bewah­rung der Schöp­fung stär­ker ins Bewusst­sein rücken, erhält die­ser alte Brauch neue Aktualität. 

Die Fei­er mach­te ein­mal mehr deut­lich, wie leben­dig kirch­li­che Tra­di­tio­nen in der Pfar­rei Aun­kir­chen bis heu­te gepflegt wer­den und wie eng Glau­ben, Natur und Gemein­schaft mit­ein­an­der ver­bun­den sind.

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