Kirche vor Ort

Patrozinium in Aunkirchen - Wechsel bei den Ministranten

Vilshofen Pfarrverband am 13.09.2026

Wechsel bei den Ministranten in Aunkirchen Info Icon Birgit Kampschulte
Wechsel in der Ministrantenschar: Am Sonntag war es Zeit, sich von Miriam, Antonia und Raphael (Mitte, v.l.) zu verabschieden und Josef und Max (vorne, Mitte) zu begrüßen

Aunkirchen. Ein Festlicher Gottesdienst in der Pfarrkirche Kreuzauffindung verbindet das Fest Kreuzerhöhung mit der Aufnahme von Ministranten und einem besonderen Geburtstagsjubiläum. - von Birgit Kampschulte

Am Sonn­tag, 13. Sep­tem­ber, wur­de in der Pfarr­kir­che Kreuz­auf­fin­dung das Patro­zi­ni­um der Kir­che fest­lich vor­ge­fei­ert. Im Mit­tel­punkt des Got­tes­diens­tes stand dabei das bevor­ste­hen­de Fest der Kreuz­erhö­hung und Kreuz­auf­fin­dung. Zugleich bot die Fei­er Gele­gen­heit, neue Minis­tran­ten in ihren Dienst auf­zu­neh­men und ver­dien­te Minis­tran­ten zu verabschieden.

In sei­ner Pre­digt nahm Dekan Peter Kie­weg das Fest der Kreuz­erhö­hung zum Anlass, den Blick über die Aun­kir­che­ner Pfarr­kir­che hin­aus nach Mai­land zu rich­ten. Dort wird im welt­be­rühm­ten Mai­län­der Dom all­jähr­lich ein ein­drucks­vol­ler Brauch rund um den soge­nann­ten ​„Hei­li­gen Nagel“ gepflegt. Eine Reli­quie, die nach alter Über­lie­fe­rung vom Kreuz Chris­ti stam­men soll, wird im Hoch­ge­wöl­be des Mai­län­der Domes auf­be­wahrt. Sie befin­det sich hoch über dem Haupt­al­tar und ist durch eine rote Lam­pe gekenn­zeich­net. Für die Fei­er­lich­kei­ten wird der Hei­li­ge Nagel in einer Zere­mo­nie vom Hoch­ge­wöl­be her­un­ter­ge­holt, wäh­rend des Tri­du­ums aus­ge­stellt und im Anschluss wie­der an ihren ursprüng­li­chen Platz hoch über dem Altar zurückgebracht.

Pfar­rer Kie­weg konn­te dabei auch eige­ne Ein­drü­cke und Erfah­run­gen von der erst kürz­lich durch­ge­führ­ten Wall­fahrt des Pas­to­ra­len Rau­mes ein­flie­ßen las­sen. So wur­de die Ver­bin­dung zwi­schen dem ört­li­chen Patro­zi­ni­um und der gro­ßen kirch­li­chen Tra­di­ti­on rund um die Kreuz­ver­eh­rung in Mai­land für die Got­tes­dienst­be­su­cher beson­ders anschaulich.

Zwei neue Ministranten aufgenommen

Ein wei­te­rer beson­de­rer Moment der Fei­er war die Auf­nah­me der neu­en Minis­tran­ten Max und Josef.  Pfar­rer Kie­weg seg­ne­te die bei­den und hieß sie offi­zi­ell in der Minis­tran­ten­schar will­kom­men. Als Zei­chen der Aner­ken­nung erhiel­ten die neu­en Minis­tran­ten ein klei­nes Präsent.

Gleich­zei­tig hieß es Abschied neh­men von drei Minis­tran­ten, die ihren Dienst im Lau­fe des Jah­res been­det hat­ten. Ober­mi­nis­trant Kor­bi­ni­an wür­dig­te in einer kur­zen Lau­da­tio deren Enga­ge­ment und Ein­satz für die Pfarr­ge­mein­de. Miri­am und Anto­nia kön­nen jeweils auf sechs Jah­re Minis­tran­ten­dienst zurück­bli­cken, wäh­rend Rapha­el zwei Jah­re lang sei­nen Dienst am Altar ver­se­hen hat­te. Mit per­sön­li­chen Wor­ten wur­de dabei deut­lich, wie wich­tig die Minis­tran­ten für das Leben der Pfarr­ge­mein­de sind. 

Sektumtrunk auf dem Dorfplatz

Im Anschluss an den Got­tes­dienst lud der Pfarr­ge­mein­de­rat zu einem Sekt­um­trunk auf den Dorf­platz ein. Dort bot sich Gele­gen­heit zum Aus­tausch und gemüt­li­chen Beisammensein.

Geschenk der Pfarrei: Hühner! Info Icon Birgit Kampschulte
Geschenk der Pfarrei: Josef Hartl nimmt erfreut ein Huhn von Birgit Kampschulte entgegen.

Dabei war­te­te eine beson­de­re Über­ra­schung auf Mes­ner Josef Hartl, der am Vor­tag sei­nen 75. Geburts­tag gefei­ert hat­te. Die Minis­tran­ten über­reich­ten ihrem Mes­ner eine Foto­tas­se. Noch unge­wöhn­li­cher fiel aller­dings das Geschenk der Pfar­rei aus: Drei Hüh­ner wech­sel­ten in den Besitz des Jubilars.

Für die pas­sen­de humor­vol­le Erklä­rung sorg­ten Kir­chen­pfle­ge­rin Isol­de Rack und die bei­den Co-Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­den Bir­git Hal­ser und Bir­git Kamp­schul­te. Drei Hüh­ner – eines vom Pfar­rer, eines von der Kir­chen­ver­wal­tung und eines vom Pfarr­ge­mein­de­rat, so hieß es augen­zwin­kernd. Je nach­dem, mit wem der Mes­ner gera­de etwas ​„aus­zu­re­den“ habe, kön­ne er künf­tig ein­fach eine Bespre­chung im Hüh­ner­stall abhalten.

Josef Hartl nahm das unge­wöhn­li­che Geschenk sicht­lich erfreut ent­ge­gen und beauf­trag­te sei­ne Minis­tran­ten­schar sogleich damit, pas­sen­de Namen zu finden.

Geschenk der Minis: eine Fototasse. Info Icon Birgit Kampschulte
Geschenk der Minis: von seinen Ministranten erhält der beliebte Mesner eine Fototasse

Zum Abschluss bot sich für Pfar­rer und Mes­ner noch eine beson­de­re Gele­gen­heit, bei einem Glas Sekt auf­ein­an­der anzu­sto­ßen und sich gegen­sei­tig zu gra­tu­lie­ren: Bei­de fei­ern am sel­ben Tag Geburtstag.

Gemeinsamer Geburtstag: Mesner und Pfarrer gratulieren sich gegenseitig! Info Icon Birgit Kampschulte
Gemeinsamer Geburtstag: Mesner und Pfarrer gratulieren sich gegenseitig!

So ver­band der Patro­zi­ni­ums­sonn­tag auf beson­de­re Wei­se Glau­be und Tra­di­ti­on, Abschied und Neu­be­ginn, Dank­bar­keit und Gesel­lig­keit – und sorg­te mit drei Hüh­nern schließ­lich auch noch für einen gehö­ri­gen Schuss Humor.

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