Birgit Kampschulte
Aunkirchen. Ein Festlicher Gottesdienst in der Pfarrkirche Kreuzauffindung verbindet das Fest Kreuzerhöhung mit der Aufnahme von Ministranten und einem besonderen Geburtstagsjubiläum. - von Birgit Kampschulte
Am Sonntag, 13. September, wurde in der Pfarrkirche Kreuzauffindung das Patrozinium der Kirche festlich vorgefeiert. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand dabei das bevorstehende Fest der Kreuzerhöhung und Kreuzauffindung. Zugleich bot die Feier Gelegenheit, neue Ministranten in ihren Dienst aufzunehmen und verdiente Ministranten zu verabschieden.
In seiner Predigt nahm Dekan Peter Kieweg das Fest der Kreuzerhöhung zum Anlass, den Blick über die Aunkirchener Pfarrkirche hinaus nach Mailand zu richten. Dort wird im weltberühmten Mailänder Dom alljährlich ein eindrucksvoller Brauch rund um den sogenannten „Heiligen Nagel“ gepflegt. Eine Reliquie, die nach alter Überlieferung vom Kreuz Christi stammen soll, wird im Hochgewölbe des Mailänder Domes aufbewahrt. Sie befindet sich hoch über dem Hauptaltar und ist durch eine rote Lampe gekennzeichnet. Für die Feierlichkeiten wird der Heilige Nagel in einer Zeremonie vom Hochgewölbe heruntergeholt, während des Triduums ausgestellt und im Anschluss wieder an ihren ursprünglichen Platz hoch über dem Altar zurückgebracht.
Pfarrer Kieweg konnte dabei auch eigene Eindrücke und Erfahrungen von der erst kürzlich durchgeführten Wallfahrt des Pastoralen Raumes einfließen lassen. So wurde die Verbindung zwischen dem örtlichen Patrozinium und der großen kirchlichen Tradition rund um die Kreuzverehrung in Mailand für die Gottesdienstbesucher besonders anschaulich.
Zwei neue Ministranten aufgenommen
Ein weiterer besonderer Moment der Feier war die Aufnahme der neuen Ministranten Max und Josef. Pfarrer Kieweg segnete die beiden und hieß sie offiziell in der Ministrantenschar willkommen. Als Zeichen der Anerkennung erhielten die neuen Ministranten ein kleines Präsent.
Gleichzeitig hieß es Abschied nehmen von drei Ministranten, die ihren Dienst im Laufe des Jahres beendet hatten. Oberministrant Korbinian würdigte in einer kurzen Laudatio deren Engagement und Einsatz für die Pfarrgemeinde. Miriam und Antonia können jeweils auf sechs Jahre Ministrantendienst zurückblicken, während Raphael zwei Jahre lang seinen Dienst am Altar versehen hatte. Mit persönlichen Worten wurde dabei deutlich, wie wichtig die Ministranten für das Leben der Pfarrgemeinde sind.
Sektumtrunk auf dem Dorfplatz
Im Anschluss an den Gottesdienst lud der Pfarrgemeinderat zu einem Sektumtrunk auf den Dorfplatz ein. Dort bot sich Gelegenheit zum Austausch und gemütlichen Beisammensein.
Birgit Kampschulte
Dabei wartete eine besondere Überraschung auf Mesner Josef Hartl, der am Vortag seinen 75. Geburtstag gefeiert hatte. Die Ministranten überreichten ihrem Mesner eine Fototasse. Noch ungewöhnlicher fiel allerdings das Geschenk der Pfarrei aus: Drei Hühner wechselten in den Besitz des Jubilars.
Für die passende humorvolle Erklärung sorgten Kirchenpflegerin Isolde Rack und die beiden Co-Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Birgit Halser und Birgit Kampschulte. Drei Hühner – eines vom Pfarrer, eines von der Kirchenverwaltung und eines vom Pfarrgemeinderat, so hieß es augenzwinkernd. Je nachdem, mit wem der Mesner gerade etwas „auszureden“ habe, könne er künftig einfach eine Besprechung im Hühnerstall abhalten.
Josef Hartl nahm das ungewöhnliche Geschenk sichtlich erfreut entgegen und beauftragte seine Ministrantenschar sogleich damit, passende Namen zu finden.
Birgit Kampschulte
Zum Abschluss bot sich für Pfarrer und Mesner noch eine besondere Gelegenheit, bei einem Glas Sekt aufeinander anzustoßen und sich gegenseitig zu gratulieren: Beide feiern am selben Tag Geburtstag.
Birgit Kampschulte
So verband der Patroziniumssonntag auf besondere Weise Glaube und Tradition, Abschied und Neubeginn, Dankbarkeit und Geselligkeit – und sorgte mit drei Hühnern schließlich auch noch für einen gehörigen Schuss Humor.



