Peter Raster
Vilshofen. Auch dieses Jahr haben die Sternsinger der Pfarrgemeinde Vilshofen ihre Mission wieder bravourös erfüllt und kamen zum Abschluss in einem feierlichen Gottesdienst zum Heiligendreikönigsfest in der Stadtpfarrkirche zusammen. - von Peter Raster
Sieben Gruppen von Sternsingern waren 2 Tage im Stadtgebiet Vilshofen unterwegs, um den Segen „Christus mansionem benedicat“ in die Häuser zu bringen und Spenden für die Aktion Dreikönigssingen zu sammeln.
„Christus mansionem benedicat”
Ein Novum dieses Jahr, das sich trotz mehrerer Zeitungsberichte und Ankündigungen noch nicht vollumfänglich herumgesprochen hatte, war: die Sternsinger hatten nur die Haushalte aufgesucht, die sich dafür angemeldet hatten (111 Haushalte), wobei auf Zuruf auch spontane Besuche gemacht wurden. Das Prozedere muss sich noch einspielen und nächstes Jahr werden sicherlich noch mehr Haushalte sich für den Besuch der Sternsinger anmelden.
Für die Aktion „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ sammelten die Sternsinger rund 3.350 Euro ein, die in erster Linie nach Bangladesch gehen, wo etwa 1,8 Millionen Kinder arbeiten, viele unter gesundheitsschädlichen Bedingungen.
Pfarrer Kieweg griff in seiner Predigt das Bild der Heiligen Drei Könige auf, die dem Stern – dem Licht des Glaubens — nach Bethlehem folgen, ein Bild, das Bewegung und Aufbruch symbolisiert. Der Weg ist nicht vorgezeichnet und der Rückweg führt nicht wie geplant zurück zu Herodes. So wie der Lebensweg voller Überraschung ist, aber immer mit dem Stern im Blick. Kieweg zog einen Bogen zu dem offiziellen Motto des Heiligen Jahres, welches soeben mit der Schließung der Heiligen Pforte im Petersdom endete: „Pilger der Hoffnung“. Und diese Hoffnung wollen die Sternsinger den geschundenen Kindern Bangladeschs bringen, die mit einer schulischen Bildung Hoffnung auf eine kindergerechte Gegenwart und eine menschenwürdige Zukunft schöpfen können.
Und so beendete Kieweg seine Predigt – an alle Gläubigen gerichtet — mit den Worten: Segen empfangen, Segen bringen, Segen sein.
Peter Raster
Mit leuchtenden Augen und erfrischend kindlicher Direktheit beschrieben die kleinsten Sternsinger ihre Erfahrungen:
„Das Sternsingen macht großen Spaß, die Füße sind mir eingefroren, es gab Bonbons und Spaghetti und meinen Freunden und Freundinnen würde ich unbedingt raten mitzumachen”

