Nachricht von Gott: 30 Jugendliche empfangen das Sakrament der Firmung in Vilshofen
Sophie Kast
Vilshofen. Am Samstag, den 14. März 2026 empfingen 30 Jugendliche aus dem Pfarrverband Vilshofen in der Stadtpfarrkirche Vilshofen das Sakrament der Firmung - von Luisa Pfefferkorn
Für viele junge Gläubige im Pfarrverband Vilshofen rückte mit der Anhebung des Firmalters auf 16 die Firmung für lange Zeit in weite Ferne. Doch ein Brief im September des vorigen Jahres änderte das schlagartig: Die Einladung zur Firmvorbereitung markierte den Beginn eines intensiven, spannenden und gemeinschaftlichen Weges, der am vergangenen Samstag seinen Höhepunkt fand.
Unter der Leitung von Gemeindereferentin Sabine Greineder und Pastoralreferent Pater Binoi trafen sich die Firmlinge über mehrere Monate hinweg zu abendlichen Vorbereitungstreffen. In Kleingruppen, begleitet von Pfarrer Peter Kieweg, setzten sich die Jugendlichen mit ihrem Glauben, dem Wirken des Heiligen Geistes und ihrer persönlichen Gotteserfahrung auseinander. „Wir erkannten, dass der Heilige Geist uns sowohl beschützt als auch vorantreibt“, schildern die Firmlinge ihre Eindrücke.
Besonders lebendig gestalteten sich gemeinsame Aktionen wie der soziale Vormittag, an dem sich alle Firmlinge der Region in verschiedenen interaktiven Workshops engagierten. Auch der Firmpatenweg, eine kleine Wanderung in und um Vilshofen, entwickelte sich zu einem Höhepunkt – für viele ein wertvoller Moment, um mit dem Firmpaten über Glauben, Leben und Zukunft ins Gespräch zu kommen.
„Der Heilige Geist beschützt uns und treibt uns voran!”
Am Tag der Firmung schließlich war die Aufregung riesig: Vor dem Pfarrhaus versammelten sich die Firmlinge mit ihren Paten, während Familien und Freunde bereits in der Kirche warteten. Freude und Nervosität standen den Jugendlichen gleichermaßen ins Gesicht geschrieben.
Musikalisch getragen von den Johannesbläsern unter Leitung von Regina Jungwirth, begann der festliche Gottesdienst mit der Begrüßung durch Firmspender Domkapitular Claus Bittner. Im anschließenden Gottesdienst wuchs die Aufregung spürbar an – der große Moment rückte näher.
Nach der Herabrufung des Heiligen Geistes traten die Firmlinge gemeinsam mit ihren Paten vor den Altar. Domkapitular Bittner spendete jedem Einzelnen das Sakrament: Mit den Worten der Salbung zeichnete er ein Kreuz aus Chrisam auf die Stirn. „So fühlt es sich also an, Gott ganz nah zu sein“, dachten viele in diesem Augenblick. Dankbarkeit, Freude und ein Gefühl der inneren Nähe prägten diesen besonderen Moment.
Sophie Kast
In seiner Predigt erklärte Bittner die sieben Gaben des Heiligen Geistes – Weisheit, Erkenntnis, Stärke, Einsicht, Rat, Frömmigkeit und Gottesfurcht – auf eine Weise, die die Jugendlichen gut erreichte. Mit einem Vergleich zu Funktionen des Nachrichtendienstes „WhatsApp“ verdeutlichte er, dass die Firmung wie eine Nachricht Gottes sei: etwas, das weitergeleitet, beantwortet und im Herzen bewahrt werden will.
„Die Firmung ist wie eine Nachricht Gottes: etwas, das weitergeleitet, beantwortet und im Herzen bewahrt werden will!”
Nach dem feierlichen Schlusssegen gratulierten Familien und Freunde vor der Kirche. Bei einem kleinen Empfang mit Sekt und Orangensaft verweilten viele noch im Austausch miteinander, bevor die Firmlinge den Tag im Kreis der Familie oder mit ihren Paten weiterfeierten.
Am Ende bleibt für die jungen Menschen ein starker Eindruck: Die Firmung war nicht nur eine festliche Feier, sondern ein bedeutender Schritt auf ihrem Glaubensweg – und ein bewusstes Eintreten in die Gemeinschaft der Christinnen und Christen.



