Letzte Vollversammlung des Dekanatsrats Vilshofen – Pfarrgemeinderatswahl und Pastoraler Raum Vilshofen als zentrale Themen
Thomas Kast
Vilshofen. Am Mittwoch, dem 29. Oktober 2025, fand im Pfarrzentrum Vilshofen die voraussichtlich letzte Vollversammlung des Dekanatsrats statt. Im Mittelpunkt standen die bevorstehenden Pfarrgemeinderatswahlen am 1. März 2026 sowie die geplante Neustrukturierung des Dekanats Vilshofen als Pastoraler Raum Vilshofen. - von Thomas Kast.
Die Dekanatsratsvorsitzende Alexandra Fischerauer begrüßte zu Beginn der Versammlung den Vilshofener Dekan Johannes Graf, den neuen Geschäftsführer des Diözesanrats Thomas Huber sowie die Stellvertreterin im geschäftsführenden Vorstand im Diözesanrat Birgit Geier Birgit Geier. Ebenfalls willkommen geheißen wurden die stellvertretende Dekanatsratsvorsitzende Daniela Voggenreiter, Schriftführerin Claudia Sonnleitner und die Vertreterinnen und Vertreter aus den Pfarrverbänden des Dekanats Vilshofen. Ein besonderer Gruß und Dank galt dem neuen Vilshofener Pfarrer Peter Kieweg.
Thomas Huber, Geschäftsführer des Diözesanrats, stellte die neue Kampagne zur Pfarrgemeinderatswahl 2026 vor. Ziel der Initiative ist es, den Wert und die Notwendigkeit ehrenamtlichen Engagements hervorzuheben – denn ohne dieses ist kirchliches Leben vor Ort nicht denkbar. Das Leitmotiv „Gemeinsam gestalten – gefällt mir“ bringt die Botschaft auf den Punkt: Kirche ist kein fertiges Gebilde, sondern lebt davon, dass Menschen mitgestalten, Verantwortung übernehmen und sich einbringen. Huber rief die Anwesenden dazu auf, aktiv nach Menschen zu suchen, die bereit sind, sich zu engagieren und zu sagen: „Ja, ich bin dabei.“
Mit der Vorstellung des Gesamtpfarrgemeinderats als neuer Kooperationsform zwischen den Pfarrgemeinden eines Pfarrverbands leitete Thomas Huber zur Zukunft des pastoralen Raums Vilshofen über. „Gremien sollen dort angesiedelt werden, wo pastorale Arbeit geleistet wird“, betonte er. Ob der pastorale Raum Vilshofen künftig deckungsgleich mit dem Dekanat Vilshofen sein wird – bestehend aus den Pfarrverbänden Aldersbach, Alkofen, Hofkirchen, Fürstenstein, Ortenburg, Otterskirchen und Vilshofen – wird sich in naher Zukunft entscheiden. Dabei sollen bereits bestehende Strukturen ausdrücklich berücksichtigt werden.
„Gremien sollen dort angesiedelt werden, wo pastorale Arbeit geleistet wird.”
Birgit Geier informierte über die Satzung und die zentralen Aufgaben des neu zu gründenden Rats des pastoralen Raums, der künftig den bisherigen Dekanatsrat ablösen soll. Dieses Gremium ist ein vom Bischof anerkanntes Organ des Laienapostolats. Ihm gehören Vertreterinnen und Vertreter der Pfarrgemeinderäte, katholischer Verbände sowie die Seelsorgenden des pastoralen Raums an. Ziel ist es, dass der Rat eigenverantwortlich und unabhängig agiert, um die Pfarrverbände und Pfarreien besser zu vernetzen und Kräfte zu bündeln. Künftig sollen gemeinsame Aktivitäten – etwa Erstkommunion, Firmung, ökumenische Veranstaltungen, Fortbildungen und vieles mehr – pfarrverbandsübergreifend im pastoralen Raum organisiert werden können.
„Helft uns, den kirchlichen Raum zu erweitern, damit er kollegial und einladend wird.”
Birgit Geier schloss ihre Ausführungen mit dem Zitat von Papst Leo XIV. „Helft uns, den kirchlichen Raum zu erweitern, damit er kollegial und einladend wird“. Damit endete die Vollversammlung in Vilshofen mit einem klaren Appell zur Mitgestaltung. Die anstehenden Veränderungen im pastoralen Raum und die Pfarrgemeinderatswahl 2026 bieten zahlreiche Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen und Kirche vor Ort mitzugestalten.



