Gelungene Wallfahrt dank vieler Helfer - Jürgen Arbinger zum 25. Mal Verkehrshelfer

Vilshofen Pfarrverband am 18.04.2026

Aunkirchener Wallfahrt nach Altötting - die letzte Anhöhe Info Icon Birgit Kampschulte
Kurz vorm Ziel: die letzte Anhöhe vor dem Einzug auf dem Kapellplatz mit dem Altöttinger Pfarrvikar Pater David (r.)

Aunkirchen. Zum 182. Mal gingen am 2. Samstag nach Ostern Fußwallfahrer aus Aunkirchen nach Altötting. 127 Teilnehmer waren dieses Mal dabei, darunter erstmals auch Bürgermeister Florian Gams mit seiner Lebensgefährtin Martina Sonnleitner. Eine Premiere war es auch für den kürzlich gegründeten Frauenverein „Hoamatherz“ – 14 Vereinsmitglieder beteiligten sich an der Wallfahrt. - von Birgit Kampschulte

Der Tag begann um 5 Uhr früh mit der Aus­sendung durch Stadt­pfar­rer Peter Kie­weg. Höhe­punkt war die Ankunft auf dem Kapell­platz in Alt­öt­ting um 16 Uhr unter Ein­be­glei­tung durch den Alt­öt­tin­ger Pfarr­vi­kar Pater David Kołod­zie­jc­zyk, wel­cher anschlie­ßend im Kon­gre­ga­ti­ons­saal für die Aun­kir­che­ner eine Pil­ger­mes­se mit kur­zer, lau­ni­scher Pre­digt feierte.

Ohne Helfer geht nichts Info Icon Birgit Kampschulte
Ohne sie geht nichts: Wallfahrtsführer Sebastian Geißler (M.), Verkehrshelfer Jürgen Arbinger (r.) sowie Rudi Weinberger, der sich um das Begleitfahrzeug (l.) kümmert

Dass alles rei­bungs­los klappt, ist einem star­ken Hel­fer­team um Wall­fahrts­füh­rer Sebas­ti­an Geiß­ler und Orga­ni­sa­tor Karl Leu­zin­ger zu ver­dan­ken. So beglei­te­ten Alex Weiß, Rudi Wein­ber­ger und Mar­kus Küh­nert die Trup­pe mit einem Fahr­zeug, stell­ten in regel­mä­ßi­gen Abstän­den Geträn­ke und Snacks am Stra­ßen­rand ​„to go“ bereit, nah­men Ruck­sä­cke ab und boten eine Mit­fahr­ge­le­gen­heit, falls ein Teil­neh­mer eine Ver­schnaufs­pau­se brauch­te. Vor­be­ter waren Rita Eng­l­mül­ler, Maria Lech­ner und Bodo Kamp­schul­te. Kreuz und Ker­ze wur­den abwech­selnd getra­gen von Simon Sterr, Tobi­as Hölz­l­ber­ger und Xaver Gier­mei­er. Für die Ver­kehrs­si­cher­heit sorg­ten Ste­fan Stoi­ber und Jür­gen Arbin­ger. Letz­te­rer war heu­er bereits das 25. Mal Ver­kehrs­hel­fer. Stell­ver­tre­tend für alle Hel­fer wur­de wäh­rend der Weg­stre­cke mit Jür­gen Arbin­ger aus Mai­er­holz ein Inter­view geführt.

Interview mit Jürgen Arbinger aus Maierholz

Zum 25. Mal Verkehrshelfer bei der Wallfahrt: Jürgen Arbinger Info Icon Birgit Kampschulte
Zum 25. Mal Verkehrshelfer bei der Wallfahrt: Jürgen Arbinger

Jür­gen, zum wie­viel­ten Mal bist du nun dabei?

Da muss ich direkt mal nach­rech­nen. Heu­er bin ich zum 27. Mal dabei. Davon habe ich 25 Mal den Ver­kehr geregelt.

Wann war dei­ne ers­te Wallfahrt?

Das ers­te Mal bin ich mit 19 Jah­ren mit­ge­gan­gen. Dazu gekom­men bin ich über mei­ne Freun­de aus der Land­ju­gend. Von denen ist heu­te zwar kei­ner mehr dabei, aber ich gehe wei­ter nach Altötting.

Was hat sich an der Wall­fahrt ver­än­dert, seit du das ers­te Mal mit­ge­gan­gen bist?

Es gehen deut­lich mehr Jün­ge­re mit als frü­her. Dass frü­her Kin­der dabei waren, war eher die Ausnahme. 

Auch die Stre­cke haben wir im Lauf der Zeit ein wenig geän­dert. Frü­her gin­gen wir auf dem letz­ten Teil­stück von Rei­schach wei­ter nach Eisen­fel­den. Jetzt gehen wir über Kager am Inn ent­lang Rich­tung Neuöt­ting – die deut­lich schö­ne­re Stre­cke mei­ner Mei­nung nach. 

Die größ­te Ver­än­de­rung ist aber, dass wir zu mei­ner Anfangs­zeit noch zwei Tage lang unter­wegs waren. Wir haben in Alt­öt­ting über­nach­tet. Dadurch hat­ten wir auch die Mög­lich­keit, den Got­tes­dienst der Jugend­wall­fahrt, die ja immer am glei­chen Tag ist wie unse­re Wall­fahrt, und die Lich­ter­pro­zes­si­on mit­zu­er­le­ben. Am Sonn­tag sind wir dann größ­ten­teils mit dem Bus heim­ge­bracht wor­den, Teil­stre­cken sind wir aber auch wie­der zu Fuß gegan­gen. Auf alle Fäl­le sind wir das letz­te Stück ab Aiden­bach oder Buch wie­der mar­schiert und dann in der Pfarr­kir­che in Aun­kir­chen fei­er­lich ein­ge­holt worden.

Ist dir eine Wall­fahrt ganz beson­ders in Erin­ne­rung geblieben?

Vor 25 Jah­ren gab es eine Wall­fahrt, da hat­te es am Vor­mit­tag plötz­lich stark geschneit. Wie die Schnee­män­ner sind wir in Baum­gar­ten angekommen. 

Gab es auch mal eine gefähr­li­che Situa­ti­on für dich als Verkehrshelfer?

Ein­mal tat­säch­lich ja, da wur­de es brenz­lig. Da hät­te mich fast einer zusam­men­ge­fah­ren, als ich vor­ne­weg ging. Der Auto­fah­rer, der von vor­ne kam, hat mich wohl nicht gesehen. 

War­um gehst du Jahr für Jahr wie­der mit?

Dafür habe ich tat­säch­lich gute Grün­de — sehr per­sön­li­che, die mich dazu bewegen.

Auf was freust du dich heu­te am meisten?

Ich freue mich am meis­ten dar­auf, wenn ich am Nach­mit­tag bei der Ein­be­glei­tung auf dem Kapell­platz mei­ne zwei Diarndl (Anmer­kung des Ver­fas­sers: Ehe­frau Ani­ta und Toch­ter The­re­sa) wiedersehe.

Wie geht’s dir am Tag nach der Wallfahrt?

Ein­mal bes­ser, ein­mal schlech­ter. Mit den Jah­ren wer­den die Weh­weh­chen mehr. Am schlimms­ten ist es am glei­chen Tag abends. Am nächs­ten Tag geht’s eigent­lich schon wieder.

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