Pfarrgemeinderat

Der neue Vilshofener Pfarrgemeinderat ist bereit für neue Aufgaben

Vilshofen Pfarrverband am 31.03.2026

Der neue Vilshofener Pfarrgemeinderat ist bereit für neue Aufgaben Info Icon Peter Raster
Der neue Vilshofener Pfarrgemeinderat: (stehend v.l.) Pfarrer Peter Kieweg, Kirchenpfleger Bernhard Oberneder Elisabeth Büchler, Franz Mohrhauer, Andrea Scheungrab, Simon Berger, Peter Raster. (sitzend v.l.) Eduard Evteev, Birgit Baumann, Heidi Kapfhammer, Nina Raab, Gemeindereferentin Sabine Greineder. Nicht auf dem Foto ist Pfarrgemeinderatsmitglied Tamara Juric

Vilshofen. Der neue Pfarrgemeinderat in Vilshofen hat in seiner konstituierenden Sitzung mit einer neuen Doppelspitze die Weichen für die Zukunft gestellt. - von Peter Raster 

Zwi­schen dem Wahl­kampf­ge­tö­se rund um die Kom­mu­nal­wahl ging die Wahl des Vils­ho­fe­ner katho­li­schen Pfarr­ge­mein­de­ra­tes geräusch­los — man könn­te bei einer Wahl­be­tei­li­gung von 2,5% fast sagen — unbe­merkt von­stat­ten. Die 10 gewähl­ten neu­en Mit­glie­der des Vils­ho­fe­ner Pfarr­ge­mein­de­ra­tes tra­fen sich nun auf Ein­la­dung von Pfar­rer Peter Kie­weg zu ihrer kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung im Pfarr­zen­trum, in der Bir­git Bau­mann und Hei­di Kapf­ham­mer als gleich­be­rech­tig­te Vor­sit­zen­de gewählt wur­den. Ers­te Stell­ver­tre­te­rin ist Nina Raab, zwei­ter Stell­ver­tre­ter Edu­ard Evteev, Schrift­füh­re­rin Andrea Scheun­grab. Als Dele­gier­te für diver­se kirch­li­che Gre­mi­en wur­den bestimmt: Bir­git Bau­mann für die Kir­chen­ver­wal­tung, Hei­di Kapf­ham­mer und Bir­git Bau­mann für den Pfarr­ver­bands­rat, Nina Raab für den Rat des Pas­to­ra­len Rau­mes. Der bis­he­ri­ge Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­de, Bern­hard Ober­ne­der, hat­te sich nicht mehr der Wahl gestellt, da er sich ganz auf sei­ne Arbeit als Kir­chen­pfle­ger kon­zen­trie­ren möchte.

Pfar­rer Kie­weg ging auf die Neu­ge­stal­tung des ​„Pas­to­ra­len Raums“ ein, eine Ver­net­zung von sechs Pfarr­ver­bän­den (Alders­bach, Alk­ofen, Hof­kir­chen, Orten­burg, Otters­kir­chen, Vils­ho­fen), in denen ein Pfar­rer fest zuge­ord­net bleibt, die Pfarr­vi­ka­re und pas­to­ra­len Mit­ar­bei­ter dage­gen als ​‚Sprin­ger‘ fun­gie­ren, die je nach Bedarf in die ver­schie­de­nen Pfarr­ver­bän­de ent­sandt wer­den. Dienst­vor­ge­setz­ter aller ist der ​„Pas­to­ral­raum­lei­ter“, Pfar­rer Peter Kie­weg. Z.B. wird Gemein­de­re­fe­ren­tin Sabi­ne Grei­ne­der die Kin­der­bi­bel­nacht in Zukunft auch in ande­ren Pfar­rei­en anbieten. 

Die mone­tä­ren und per­so­nel­len Eng­päs­se zwingt die Kir­che, sol­che ​„Syn­er­gie­ef­fek­te“ zu nut­zen, d.h. vor­han­de­ne Res­sour­cen opti­mal aus­zu­las­ten. Die Anzahl der Katho­li­ken, der Kir­chen­be­su­cher und damit die Anzahl der Pries­ter (Maß­zahl: ein Pries­ter pro 3500 Katho­li­ken) gehen kon­ti­nu­ier­lich zurück. Und wenn man davon aus­geht – wie es Pfar­rer Kie­weg plas­tisch for­mu­lier­te – dass die Pries­ter kei­ne Zere­mo­nie-Maschi­nen sind, Anspruch auf Urlaub haben und auch mal krank wer­den kön­nen, dann ist klar, dass in abseh­ba­rer Zukunft nicht mehr in allen Pfar­rei­en ein Sonn­tags­got­tes­dienst mög­lich sein wird. 

In der Stadt­pfarr­kir­che Vils­ho­fen wird es wei­ter­hin den zen­tra­len Sonn­tags­got­tes­dienst um 10:30 Uhr geben. Aller­dings wird man ent­we­der die Früh­mes­se oder die Vor­abend­mes­se strei­chen müs­sen. Eine vom neu­en Pfarr­ge­mein­de­rat bespro­che­ne Vari­an­te wäre, in der stark Frei­zeit-ori­en­tier­ten Som­mer­zeit-Peri­ode nur die Früh­mes­se und in der eher gemüt­lich aus­ge­rich­te­ten Win­ter­zeit-Peri­ode nur die Abend­mes­se anzu­bie­ten. Der Pfarr­ge­mein­de­rat dis­ku­tier­te über nie­der­schwel­li­ge Alter­na­tiv­an­ge­bo­te wie z.B. Andach­ten und beschloss auf der Suche nach krea­ti­ven Lösun­gen auch die Gläu­bi­gen aus der Gemein­de zu befra­gen. Was nicht mehr gehen wird, ist, – im Sin­ne einer ​‚Ser­vice-Erwar­tungs­hal­tung‘ — zu sagen: ​„ich möch­te, dass alles genau so bleibt wie es ist“. 

Der neue katho­li­sche Pfarr­ge­mein­de­rat wird in ver­schie­de­nen Arbeits­grup­pen – von Erwach­se­nen­bil­dung über Fes­te und Fei­ern bis hin zu Lit­ur­gie, Medi­en­ar­beit und sozia­len Auf­ga­ben – das Gemein­de­le­ben aktiv mit­ge­stal­ten und fun­giert – gera­de jetzt, da vie­le Gläu­bi­ge Distanz emp­fin­den – als wich­ti­ges Bin­de­glied zwi­schen offi­zi­el­ler Kir­che und der Gemein­schaft ALLER Gläu­bi­gen. Es wird Ver­än­de­run­gen geben, was bleibt, ist die Kraft des Glaubens.

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