Das Fest der Kreuzerhöhung als Zeichen des Neubeginns: Pfarrer Peter Kieweg übernimmt die Schlüssel im Pfarrverband Vilshofen
Vilshofen. Am Samstag, 13. September 2025, wurde Pfarrer Peter Kieweg von Dekan Johannes Graf offiziell als neuer Leiter des Pfarrverbands Vilshofen eingeführt. Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes zum Fest der Kreuzerhöhung wurde er von vielen Gläubigen der Pfarrgemeinden Aunkirchen, Sandbach und Vilshofen, vom Kirchenchor Vilshofen mit der Frankenmarkter Messe von Michael Haydn und zahlreichen Vertretern aus Politik und Gesellschaft begrüßt. - von Thomas Kast
Kirchenpfleger und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Bernhard Oberneder hieß Pfarrer Kieweg an seinem neuen Wirkungsort herzlich willkommen. Als symbolischen Akt überreichten Dekan Johannes Graf und Gemeindereferentin Sabine Greineder die Schlüssel der Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer. Pfarrer Kieweg öffnete daraufhin das Kirchentor – ein Zeichen für seinen Beginn als Seelsorger in Vilshofen.
Oberministrant Eduard Evteev führte mit den Ministranten aus dem Pfarrverband Vilshofen Pfarrer Kieweg und Dekan Johannes Graf mit den geistlichen Brüdern Pater Binoy, Kaplan Martin Guggenberger, Priester Johannes Strahl und Prior Administrator Pater Richard Multerer aus Schweiklberg in die Stadtpfarrkirche. Die Bürgerbruderschaft Vilshofen, die Kolping Vilshofen, die Pfadfinderschaft St. Georg, Krieger und Reservisten Vilshofen und die Feuerwehren aus Albersdorf, Vilshofen und Zeitlarn begleiteten den Zug mit ihren Fahnen.
Dekan Johannes Graf nahm im Auftrag von Bischof Dr. Stephan Oster die Installation von Pfarrer Peter Kieweg als neuen Leiter des Pfarrverbands Vilshofen vor. In seiner Ansprache würdigte er die bisherigen Stationen des Seelsorgers: Nach seiner Priesterweihe im Jahr 2006 im Passauer Dom St. Stephan war Kieweg als Kaplan in den Pfarrverbänden Grafenau, Burghausen und Tann tätig. 2012 übernahm er die Pfarreien Prienbach und Stubenberg, ein Jahr später kam die Pfarrei Ering hinzu.
Mit Dank und Anerkennung würdigte Dekan Graf auch die langjährige Arbeit von Pfarrer Lothar Zerer, der den Pfarrverband über 22 Jahre hinweg geprägt hat. Gleichzeitig rief er die Gemeinde dazu auf, Pfarrer Kieweg mit offenen Herzen zu begegnen.
Im Anschluss verlas Dekan Graf die offizielle Ernennungsurkunde von Bischof Oster, mit der die Pfarreien St. Johannes der Täufer in Vilshofen, Auffindung des Heiligen Kreuzes in Aunkirchen und Allerheiligste Dreifaltigkeit in Sandbach offiziell dem neuen Pfarrer übertragen wurden. Vor der versammelten Gemeinde erneuerte Pfarrer Peter Kieweg sein priesterliches Weiheversprechen.
Peter Raster
Zum Ende des Gottesdienstes überbrachten Vertreter verschiedener Institutionen ihre Grußworte an den neuen Pfarrer. Die Sprecherin der evangelisch-lutherischen Gemeinde Vilshofen Ulrike Lau-Hartl betonte humorvoll die Gemeinsamkeiten mit Pfarrer Kieweg – darunter ein Hund aus Rumänien – und sorgte mit einem Geschenk in Form von Hundefutter für herzhaftes Lachen in der Kirche. Bürgermeister Florian Gams, Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer und Landtagsabgeordneter Stefan Meyer, selbst Mitglied der Pfarrgemeinde Vilshofen, übermittelten die Glückwünsche der Stadt Vilshofen, des Landkreises Passau und des Bayerischen Landtags.
Peter Raster
Pfarrer Peter Kieweg wandte sich mit persönlichen Worten an die ihm anvertrauten Pfarrgemeinden. Er dankte allen Mitwirkenden für die feierliche Gestaltung sowie den zahlreich erschienenen Gläubigen aus dem Pfarrverband Vilshofen und seiner bisherigen Wirkungsstätte Ering. Ein besonderer Dank galt seiner Familie für die beständige Unterstützung. Pfarrer Kieweg bat die Gemeinde um eine offene und wohlwollende Aufnahme in seinem neuen pastoralen Umfeld.
Mit dem abschließenden Segen dem feierlichen „Te Deum“ und einem festlichen Auszug fand der erste Gottesdienst von Pfarrer Peter Kieweg in Vilshofen seinen würdigen Abschluss.
Für die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes sorgte der Kirchenchor Vilshofen unter der Leitung von Regionalkantor Martin Bender, unterstützt von Organist Johannes Beham und dem Kirchenorchester St. Johannes. Zur Aufführung gelangte die Frankenmarkter Messe – eine festliche Missa brevis in C‑Dur von Michael Haydn. Die Solopartien übernahmen Heidelinde Schmid (Sopran), Angelika Höltl (Alt), Alfons Riesinger (Tenor) und Thomas Kast (Bass). Ein besonderer musikalischer Höhepunkt war das „Laudate Dominum“ von Wolfgang Amadeus Mozart, eindrucksvoll vorgetragen von Sopranistin Heidelinde Schmid.


